Salzkammergut Trophy 2018 – ein langer Tag im Sattel

Die Heimreise am Sonntag ist geschafft und der erste Tag der körperlichen Regeneration im Büro ist auch Geschichte. Zeit für einen Rennbericht zu meiner ersten Teilnahme bei der Salzkammergut Trophy. Schon seit Jahren stand dieses Event auf meiner Wunschliste. Wirbt der Veranstalter doch damit, dass er mit der 210,2km langen und 7.119 Höhenmetern zählenden Strecke, Europas härtesten MTB Marathon im Programm hat. Wer kann da schon widerstehen. Und dieses Jahr sollte es endlich auch für mich soweit sein. Und so nahm ich die Salzkammergut Trophy (SKGT) bereits zu Jahresbeginn in meine Saisonplanung mit auf. Ich hatte schon viel von diesem Event gehört. Zum einen von der tollen Landschaft, zum anderen von der anspruchsvollen Strecke und top Organisation.

Einziges Handycap wurde meine kurzfristige Teilnahme beim Race Across Germany (RAG). Nur knapp zwei Wochen Rennpause zwischen RAG und SKGT waren riskant und ein kurzfristiges Absagen der SKGT nicht unwahrscheinlich. Riskant deshalb, da sich die vollständige körperliche Regeneration nach einer Ultracycling Belastung wie dem RAG durchaus über mehrere Wochen hinziehen kann. Auf jeden Fall war es eine gute Motivation, um nach dem RAG möglichst schnell wieder in den Sattel zu kommen 😉

Und das Gefühl auf dem Rad war eigentlich wieder ganz gut. Einziges Manko war mein linkes Knie, das mir den RAG-Dauereinsatz noch nicht ganz verziehen hatte und noch etwas Voltaren-Zuwendung forderte. Aber auch das war nach zwei Wochen schon fast wieder komplett in Ordnung.

Und so bin ich am Freitag gemeinsam mit Joachim Oberföll nach Bad Goisern (Österreich) aufgebrochen, um mich der nächsten Herausforderung zu stellen. Untergekommen waren wir nur 300 Meter entfernt vom Start in einer „8er WG“ mit 6 weiteren Teilnehmern, die uns und unsere Bikes dankenswerterweise kurzfristig aufgenommen haben. Danke an dieser Stelle nochmal an Lukas Kaufmann (http://kaufmannlukas94.blogspot.com/) für das Asyl.

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8er WG mit zwei 4er Zimmern als perfekte Voraussetzung für erholsamen Schlaf 😉

Der Freitagnachmittag war mit Anmeldeunterlagen holen, Fahrrad und Ausrüstung richten und einem letzten Pasta-Carboloading auch schnell vorbei und jeder hat versucht noch eine Mütze Schlaf zu bekommen, bevor morgens um 03:00Uhr die Wecker klingelten und um 05:00Uhr im Morgengrauen der Startschuss für die Langdistanz fiel.

Endlich geht es los und das Zittern im Startblock hat ein Ende. Da es mit ca. 10° noch sehr kalt ist, bin ich heilfroh, dass es nach ein paar flachen Metern gleich zum Aufwärmen in den ersten langen Anstieg geht.

Ich reihe mich irgendwo bei den ersten 70-100 Teilnehmern in den Bandwurm ein, der sich Biker an Biker den Berg hinaufschiebt. Meine Beine fühlen sich gut an und ich achte streng auf meinen Powermeter, um nicht gleich am ersten Anstieg wichtige Körner für den restlichen Tag zu verschießen.

Die Sonne geht langsam auf und verschafft uns traumhafte Aussichten auf die umliegenden Gipfel.

Und schon kommt das erste Highlight der Strecke: die Ewige Wand mit ihrem sagenhaften Panorama, das man nur durch Drahtseile vom tiefen Abgrund getrennt, genießen kann.

Die nächsten Stunden laufen ziemlich unspektakulär. Ich nehme regelmäßig an den Verpflegungsstellen frische Isoflaschen, genieße die technisch anspruchsvollen Downhillpassagen, ernähre mich von den Gels, die ich im Trikot selbst mitgebracht habe, und achte darauf nicht zu überziehen – der Tag ist ja noch lang. Um mich herum habe ich immer Gesellschaft anderer Fahrer der A-Distanz und es kommt sogar der ein oder andere kurze Plausch zustande.

Als wir nach einer längeren Runde das zweite Mal an die Ewige Wand kommen, stoßen schnelle Fahrer der B-Distanz zu uns, die später gestartet sind, und diesen Teil der Strecke nur einmal fahren. Ich meine mich zu erinnern, dass nach der nächsten langen Abfahrt eine lange flache Überführungspassage mit ca. 20km rund um den See ansteht. Deshalb hefte ich mich in der Abfahrt an die schnellen B-Fahrer, um auf der kommenden Flachpassage von ihrem Windschatten zu profitieren. In der technischen Abfahrt muss ich hierzu alles geben, da die Jungs auf Fullys und ich nur mit Hardtail unterwegs bin.

Voll am Anschlag geht es die ersten flachen Meter nach Bad Goisern zurück, bevor die Umrundung des Sees ansteht. Ich bin euphorisch, dass ich eine top Gruppe mit B-Fahrern erwischt habe. Was ein Schreck, als sich die Strecke ein paar Meter später aufteilt. Die B-Fahrer dürfen direkt an den See und die A-Fahrer dürfen noch einen „kleinen“ Schlenker mit etlichen hundert Höhenmetern einschieben. Ich bin allein auf weiter Flur – die B-Fahrer alle abgebogen und die ähnlich starken Fahrer der A-Distanz Minuten hinter mir. Ich nehme etwas Druck raus und hoffe, dass meine vorherige Gruppe der A-Fahrer schnell zu mir aufschließt. Als ich selbst am nächsten längeren Schotteranstieg hinter mir niemanden sehe, finde ich mich damit ab längere Zeit alleine unterwegs zu sein, und gebe wieder Schub.

Um den See herum muss ich als Konsequenz daraus leider komplett alleine im Wind fahren. Es sind zwar auch wieder viele B-Fahrer auf der Strecke. Aber die schnellen sind alle schon enteilt und es findet sich leider keine Gruppe, die annähernd ein passendes Tempo für mich fährt. Am See habe ich auch das erste Mal mit meiner Verpflegung zu kämpfen. Meine Trinkflaschen sind beide leer und die nächste Verpflegung ist erst am Ende des Sees in Aussicht. Auf die nächste Gruppe B-Fahrer, die ich überhole, lasse ich einen Hilfeschrei nach Wasser los. Und tatsächlich…eine Fahrerin erbarmt sich meiner und gibt mir ein paar Schlucke aus ihrer Flasche ab. Das gleiche Spiel wiederholt sich noch ein weiteres Mal erfolgreich während der langen Flachpassage. Ich bedanke mich beide Male überglücklich, bin beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und flitze weiter.

So langsam gehen auch die Gels in meiner Trikottasche zur Neige, so dass ich bei der nächsten Verpflegungsstation neben einer vollen Isoflasche auch Ausschau nach Gels halte. Die Verpflegungsstationen sind wirklich reichhaltig bestückt und es gibt alles, was das Tourenfahrerherz begehrt (Kuchen, Obst, Käse, Wurst, …). Ich überlege kurz statt Gel auf ein deftiges Vesper umzusteigen. In diesem Moment sagt der Moderator aber meine aktuelle Platzierung durch und ich bin wie elektrisiert. Platz 26 hätte ich bei diesem starken Fahrerfeld nie für möglich gehalten. Jegliche Überlegungen zu längeren Pausen an den Verpflegungsstationen schiebe ich beiseite und ich bin vom Gedanken besessen die Platzierung ins Ziel zu retten, schnappe mir nur schnell eine Banane für die Trikottasche und hoffe auf Gels an den noch folgenden Verpflegungsstellen. Um es vorwegzunehmen: meine Hoffnung wird enttäuscht. Ich bleibe die restliche Fahrt bei Bananen und so viel Kuchen, wie man beim Aufnehmen einer neuen Isoflasche mit der Hand in einem Rutsch in den Mund stopfen kann 😉

Ein paar Kilometer nach der Verpflegung beginnt der berühmt berüchtigte Anstieg zum Salzberg. In steilen Serpentinen geht es Meter um Meter im Pulk der B-Fahrer bergauf und der Schweiß fließt mir in der Mittagshitze von bis zu 33° in Strömen über den ganzen Körper.

Nach den Serpentinen keimt kurz die Hoffnung in mir auf das schlimmste geschafft zu haben. Doch in der Mittagssonne tauchen direkt vor mir die wirklich steilen Rampen des Tages auf, die sich den Fahrern mit bis zu 20-30% Steigung in den Weg stellen. Ich habe zwar extra ein 32er Kettenblatt für meine SRAM Eagle montiert, aber an der steilsten Stelle muss ich bei Trittfrequenzen unter 40 Umdrehungen pro Minute trotzdem einsehen, dass Schieben schneller und kraftsparender geht als Fahren, und steige demütig vom Rad.

Die nächsten zwei Schotteranstiege danach werden nochmals richtig hart. Ich bin schon seit über 8 Stunden unterwegs und die vielen Höhenmeter fordern ihren Tribut. Beim Blick auf die Wattzahlen sehe ich, dass ich nur noch im unteren G2-Bereich unterwegs bin und rechne jederzeit damit, dass mich reihenweise andere Fahrer wieder überholen. Doch scheinbar geht es den anderen jetzt auch nicht mehr besser als mir. Ich werde zwar die letzten 2-3 Stunden noch von zwei Fahrern überholt, kann aber meinerseits auch noch ein paar Plätze gut machen und schiebe mich somit vom 26. auf den 22. Platz vor.

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Platzierung und Zwischenzeiten – ich kann mich kontinuierlich nach vorne arbeiten

Besonders freut es mich als Stefan Schubert, ein direkter Konkurrent auf der A-Strecke, meine verzweifelte Suche nach Gels an einer der letzten Verpflegungsstellen mitbekommt und mir daraufhin ein Gel aus seinem persönlichen Vorrat schenkt. Ganz große sportliche Geste Stefan. Vielen Dank nochmal dafür!!

Die letzte knappe Stunde geht es dann von kleineren Anstiegen ausgenommen fast nur noch bergab oder eben bis ins Ziel. Das Ziel vor Augen kann ich meinem Körper zumindest noch die Durchschnittsleistung der letzten Stunden weiter abwringen und komme nach 11 Stunden und 17 Minuten völlig erschöpft, aber überglücklich über den tollen Rennverlauf im Ziel an.

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Zieleinlauf

Von Platz 22 gesamt und elftem Platz in meiner Altersklasse (Ü30) hätte ich bei den über 700 internationalen Teilnehmern auf der Langstrecke niemals zu träumen gewagt. Im Ziel genieße ich die reichhaltige Zielverpflegung und nutze endlich auch das Angebot an Wurst und Käse, das ich an den Verpflegungsstationen aus Zeitmangel und im Hinblick auf eine möglichst gute Platzierung ausgeschlagen hatte (aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben) 😉

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Finisherfoto

Mein Centurion Backfire Carbon Team hat mich wieder einmal nicht enttäuscht. Kein einziger Defekt am Rad auf der langen und anspruchsvollen Strecke. Und auch Tune hat wieder einmal bewiesen, dass leicht nicht unbequem sein muss. Auf dem Tune Carbon Sattel „Komm Vor“ hätte ich auch noch einige Kilometer länger ausgehalten 🙂

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Racefeile – ohne einen einzigen Defekt, aber von den Strapazen gezeichnet

Den Abend lasse ich gemeinsam mit Jo bei einem leckeren Steak, jeder Menge Eis und einer Massage ausklingen, bevor wir am Sonntagmorgen wieder den Weg nach Hause antreten.

Einen riesen Dank auch noch an meinen Schatz Sandra, dass sie so kurz nach dem RAG nochmal beide Augen zugedrückt hat, und mich schon wieder ein Wochenende hat ziehen lassen!

Jetzt ist erst einmal drei Wochen auf sportlicher Ebene Regeneration und Training angesagt, bevor mit den 24h von Schötz das letzte große Saisonhighlight auf mich wartet.

 

 

 

 

 

Race Across Germany 2018 – Wenn’s läuft dann läuft’s

Es ist schon wieder eine Woche her, aber die Erinnerungen sind noch frisch und so präsent, dass ich zumindest Ausschnitte meiner Reise – von Flensburg nach Garmisch – in diesem Rennbericht niederschreiben möchte. Die Zahlen zum Race Across Germany (RAG – www.raceacrossgermany.de) lesen sich wie jedes Jahr: 1.100km und ca. 7.500hm Non-Stopp Ultracycling. Doch für mich war es dieses Jahr ein komplett neues Event. Während ich letztes Jahr mit Begleitfahrzeug und Supportteam am Start war, habe ich mich dieses Jahr als Solofahrer „non supported“ an die Startlinie gestellt.

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Den Unterschied merkt man sofort, wenn man sich mit seinem Fahrrad in Bewegung setzt. Zwei volle 1-Liter Flaschen im Rahmendreieck, eine 0,6-Liter Flasche in der Trikottasche, eine vollgestopfte Bikepackingtasche unter dem Sattel, eine Tasche für Powerbanks zwischen den Aerobars und ein vollständiges Beleuchtungsset mit Akkus für zwei Nächte, lassen das Rad nicht nur im Wiegetritt gut schwingen, sondern zeigen einem auch bei jedem Antritt und jeder Steigung, dass man nicht alleine auf dem Rad unterwegs ist.

Fahrfertig hat mein Rad einschließlich Gepäck, Verpflegung und Werkzeug ca. 18kg auf die Waage gebracht. Ein Glück ist zumindest ein Teil davon, während der Fahrt, meinem fortwährenden Energiebedarf zum Opfer gefallen 🙂

Die erste Phase

Da Windschattenfahren verboten ist, gehen alle Fahrer und Teams im 2-Minuten-Takt an den Start. Durch meine kurzfristige Planänderung vom RATA (Race Across the Alps) zum RAG hatte ich mich knapp zwei Wochen vor dem Event wohl als letzter angemeldet und „durfte“ somit als Schlusslicht der Solofahrer um 08:30Uhr auf die Strecke. Hinter mir folgten nur noch die drei Viererteams.

Meine Motivation ist dank bester Wetteraussichten gut, und bereits beim Start ist es so warm, dass ich kurz/kurz, nur ergänzt um Armlinge, in die Morgensonne starte. Der Wind zeigt in die richtige Richtung und die flache Strecke raus aus Flensburg regt zum Tempo machen an. Ich muss mich sehr zurück halten und den Powermeter ständig im Blick behalten, um nicht viel zu schnell loszuballern. Das gelingt mir zumindest teilweise. Vor allem als das schnellste Viererteam zu mir aufschließt ist die Versuchung sehr groß ihr Tempo mitzugehen. Immer wieder muss ich mir ins Gedächtnis rufen, dass man das Rennen am ersten Tag nicht gewinnen, aber sehr wohl verlieren kann, wenn man überzieht.

Durch die perfekten Bedingungen gleitet das vordere Drittel des Feldes die ersten 200km in einem 36er Schnitt dahin und es macht so richtig Spaß.

Kein Vergleich zum Vorjahr, in dem Dauerregen die Stimmung deutlich getrübt hat. Die generell günstigen Windverhältnisse kann man auch im Nachgang auf der MyWindSock Auswertung gut sehen:

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MyWindSock Auswertung der Windverhältnisse während des Rennens

Wie man schön sieht, führt der überwiegend von Osten kommende Wind überwiegend zu Seitenwind und auch zu etwas Rückenwind. Falls der Wind von vorne kommt, dann meistens schräg und selten frontal.

Ich kann mich schon innerhalb der ersten Stunde an den anderen „non supported“ Fahrern vorbeischieben und bei den Solofahrern mit Team am frühen Nachmittag irgendwo zwischen Platz 5 und 7 einreihen. Das schnellste Viererteam treffe ich auch von Zeit zu Zeit wieder, da sie zumindest zu Beginn noch Probleme mit der Navigation haben.

Die Verpflegung

Die ersten zwei bis drei Stunden bin ich vom Gewicht der Ladung abgesehen zumindest bzgl. Verpflegung den „supported“ Fahrern gleichgestellt. Ich habe in meiner Flasche im Trikot 3 Packungen Ensure dabei und trinke dazu fleißig Iso aus den vorbereiteten Flaschen am Rahmen. Doch bei den steigenden Temperaturen geht mein Vorrat zusehends zu neige und ich fange an, mich nach Wasserquellen (Tankstellen, Bäckereien, Friedhöfen, Supermärkten, Dönerbuden) am Wegesrand umzusehen. Als mir Marisa Lorenz aus dem Begleitfahrzeug von Sport Floh Wasser anbietet, traue ich mich zuerst nicht, dieses anzunehmen. Schließlich möchte ich meinen „non supported“ Status nicht gefährden und mich regelkonform verhalten. Doch die Verlockung ist groß und so rufe ich kurzerhand die Rennleitung an, um die Situation für das restliche Rennen zu klären. Die Antwort kommt prompt: Wasser annehmen ist okay. Und so lasse ich dankend die ein oder andere Flasche mit frischem Wasser während der Fahrt füllen. Anhalten lässt sich natürlich trotzdem nicht vermeiden, da ich das Wasser wieder mit Isopulver versetzen muss, das ich für ca. 30 Flaschenfüllungen dabei habe. Das funktioniert natürlich nur, solange ich zufällig in der Nähe eines anderen Fahrers bin. Aber zumindest im ersten Renndrittel bietet sich immer wieder die Chance.

Hier sei generell gesagt, dass der Zusammenhalt bzw. die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmer und ihrer Teams super sind. Bei solch einer langen Fahrt werden Konkurrenten zu Leidensgenossen, die sich gemeinsam dem Kampf gegen die Strecke stellen. So werde ich immer wieder von anderen Teams angefeuert und bei Überholvorgängen werden anerkennende Worte ausgetauscht. Der Respekt der Starter untereinander ist allgegenwärtig, da jeder weiß, dass bereits die Anmeldung zu solch einem Event ein nicht unerhebliches Maß an Courage und Training voraussetzt.

Zurück zur Verpflegung: Um wenig Risiko mit der Verdauung einzugehen setze ich voll auf gewohnte Kost und kaufe unterwegs nur relativ wenig nach. Deshalb habe ich beim Start neben den drei Ensure und meinen 30 Dosen Isopulver noch 2 Powerbars und 30 Powergels im Gepäck. Das macht alleine für die Gels schon ~1,3kg 🙂 Nachdem die Ensure nach drei Stunden aufgebraucht sind nehme ich ca. alle 1,5h ein Gel, da meine Planung von einer 48h Zielzeit ausgeht. Als ich im weiteren Rennverlauf merke, dass ich schneller unterwegs bin als geplant, erhöhe ich die Frequenz auf ein Gel je Stunde.

Die einzige Ausnahme bilden:

  • bei ca. Kilometer 250 ein Muffin von einem Kiosk
  • bei Kilometer 465 an der zweiten Timestation zwei eingeschweißte Kuchenstücke und eine Banane, die ich einpacke
  • und eineinhalb Brötchen und ein Landjäger beim Frühstück nach der ersten Nacht

Bzgl. Getränken bleibe ich eisern bei meiner Isomischung mit stillem Wasser und lockere diese nur dreimal mit Cola von der Tankstelle auf. In Summe nehme ich so ca. 11.000 Kilokalorien während dem kompletten Event zu mir. Das deckt ca. die Hälfte meines Bedarfs. Die zweite Hälfte muss mein Körper notgedrungen mit Fett und sicher/leider auch der ein oder anderen verstoffwechselten Muskelzelle beisteuern. Der Heißhunger an den Tagen nach der Veranstaltung sprechen eine deutliche Sprache 😉

Die mittlere Rennphase

Nachdem die ersten 250km noch relativ abwechslungsreich sind, da ich regelmäßig andere Teams treffe, wird es nach der ersten Timestation zunehmends ruhig um mich. Kurz bin ich auf Gesamtplatz 3 der Solofahrer, aber bei einem Verpflegungsstopp und der obligatorischen Durchgabe meiner Zwischenzeit an der Timestation per SMS, werde ich von Norbert Vohn und Florian Schütte wieder eingesammelt und falle auf Platz 5 zurück. In der Kategorie der „non supported“ Fahrer habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits einiges an Vorsprung, so dass ich mich hauptsächlich an den Solofahrern mit Begleitfahrzeug orientiere.

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Fotografin Maresa Lorenz (Team Sport Floh)

Nach einiger Zeit überhole ich Florian vom Team Sport Floh und muss leider von seinem Begleitfahrzeug erfahren, dass es ihm nicht gut geht, und er sich leider auch schon übergeben musste. Bei den dauerhaft hohen Temperaturen natürlich umso schlimmer, da der Körper dadurch noch weiter dehydriert. Ich wünsche ihnen eine schnelle Besserung und drücke weiter auf die Tube. So geht es ohne größere weitere Kontakte zu anderen Teams in den Abend. Als es dunkel wird, ziehe ich meine Reflektorgurte über und schalte das Licht zu. Da ich hierzu am Rad nichts umbauen muss, kann ich mich dabei erneut auf Platz 3 vorschieben.

Kurz nach halb 11 erreiche ich die zweite Timestation bei Kilometer 465 in Bilderlahe – einem kleinen Ort in the middle of nowhere. Dort hat Dieter Göpfert (der Rennleiter) angekündigt, dass er für die „non supported“ Fahrer etwas Proviant und Wasser an einer Bushaltestelle deponieren wird.

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Dieter Göpfert – seit 19 Jahren Rennleiter und Organisator des Race Across Germany

Als ich ankomme, sind er und sein zweiköpfiges Organisationsteam noch vor Ort. Und die Stimmung ist super. Nicht unwesentlich trägt dazu auch eine kleine Gruppe Einheimischer bei, die in Feierlaune, mit dem ein oder anderen Bier im Gepäck, zusammen mit der Rennleitung Stimmung an der Bushaltestelle machen.

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Partypeople an der Timestation 2 in Bilderlahe – einzige offizielle Verpflegungsstation

Vor lauter flotten Sprüchen vergesse ich fast, mir noch etwas aus der Verpflegungsbox einzustecken. Frisch gestärkt und mit vollem Wasservorrat geht es nach kurzem Stopp weiter und der anspruchsvollere Teil der Strecke beginnt.

Kasseler Berge

Diesen Teil könnte man sicher auch mit „auf und nieder – immer wieder“ überschreiben. Die Kasseler Berge werden auf kleinen Sträßchen in einem ständigen auf und ab bezwungen. Ich bin heilfroh, dass ich in Vorbereitung auf das RATA eine Bergübersetzung auf mein Rennrad montiert habe. So sind die Steigungen trotz schwerem Gepäck noch mit erträglichen Trittfrequenzen zu bewältigen. Der Rennverlauf wird auch wieder etwas abwechslungsreicher, da mich von hinten Norbert Vohn überholt und auch das zweitschnellste Viererteam immer wieder aufschließt. Besonderes Glück habe ich auch mit einem Anwohner, der gerade von der Nachtschicht nach Hause kommt, und den ich kurzerhand zum Auffüllen meiner leeren Wasserflaschen verpflichten kann.

So geht es durch die Nacht. Die Zeit vertreibe ich mir auch mit dem ein oder anderen Telefonat, wobei sich die Nachtschwärmer bis kurz vor 1Uhr nachts und die Frühaufsteher ab 5Uhr morgens quasi die Klinke in die Hand geben. Diese Möglichkeit zur Abwechslung während dem gesamten Rennen bezahle ich ganz bewusst mit dem Mehrgewicht durch eine weitere Powerbank und das Spezialheadset am Helm. Die Motivation, die ich aus den Gesprächen mit Freunden und auch den Kommentaren auf Facebook oder über Whatsapp schöpfe, ist nicht zu unterschätzen, und hilft mir sehr der langen Zeit auf dem Fahrrad mit einer positiven Grundstimmung zu begegnen.

Morgenstund hat Gold im Mund

Am frühen Morgen lege ich noch einen Stopp beim Bäcker ein und setze mich für ein Brötchen kurz hin. Kurz davor lasse ich auch das zweitschnellste Viererteam ziehen. Da der Bäcker aber keine Kundentoilette hat, zieht es mich schnell weiter und in der nächsten größeren Stadt steuere ich eine Tankstelle an, um mich fit für den zweiten Tag zu machen.

Neben der Auffüllung meiner Wasservorräte lege ich dort auch eine neue Schicht Sonnencreme, Kettenöl und Gesäßcreme auf und gönne mir einen Landjäger. Das einzig herzhafte das ich sonst während der Fahrt bekomme, sind regelmäßig Salztabletten, um den Verlust über den Schweiß einigermaßen auszugleichen.

Danach bin ich allein auf weiter Flur. Immer wieder versuche ich zu den vor mir fahrenden Solofahrern aufzuschließen. Aber sobald ich einige Kilometer nähergekommen bin, muss ich wieder irgendwo anhalten, um meinen kontinuierlichen Wasserbedarf zu stillen. Vor allem die dauerhafte Sonneneinstrahlung, die die Temperaturen im Verlauf des Tages auf bis zu 35 Grad ansteigen lässt, macht mir zunehmend zu schaffen. Über weite Teile der Strecke am zweiten Tag gibt es keinerlei Schatten, und die wenigen Wölkchen am Himmel verirren sich viel zu selten vor die Sonne.

So halte ich nicht nur zum Auffüllen der Wasserflaschen, sondern lege auch kurze Stopps an Ortsbrunnen oder Friedhöfen ein, um meinen Kopf und das Trikot nass zu machen und so für zusätzliche Kühlung zu sorgen. Die dritte Trinkflasche opfere ich auch zur Kühlung und benetze mit ihrem Inhalt regelmäßig Nacken und Oberkörper während der Fahrt. So muss ich zwar öfter Anhalten zum Nachtanken, aber ich erleide keinen Hitzeschlag.

Am Nachmittag besucht mich dann noch der Defektteufel und auf freiem Feld – natürlich wieder ohne Schatten in der Nähe – gibt mein vorderer Schlauch den Geist auf und es bleibt mir nichts anderes übrig, als bei einem Stopp in der prallen Sonne, den Schlauch zu wechseln.

Letztes Renndrittel

Auf den letzten 200 Kilometern der Strecke zieht der Kurs nochmals deutlich an. Es wird wieder richtig bergig und die Abenddämmerung mit ihren kühleren Temperaturen lässt viel zu lange auf sich warten. Eigentlich ist jetzt Zeit für den Endspurt, aber die Hitze hat mir den Zahn gezogen. Ich kann zwar weiterhin Zug auf der Kette halten, aber eine Steigerung ist momentan nicht mehr drin. Das merke ich vor allem daran, dass das dritte Viererteam im Tractalis Livetracking immer weiter zu mir aufschließt. Zwischendurch überlege ich sogar, mich gemütlich in ein Eiscafé zu setzen, und den Einbruch der Dämmerung mit einem guten Eisbecher und hochgelegten Beinen abzuwarten, bevor ich weiterfahre. Vor allem da der Abstand zum nächsten „non supported“ Fahrer in der Zwischenzeit auf komfortable 180km angewachsen ist. Doch dann fällt mir ein, dass es neben dem Sieg in der „non supported“ Klasse auch noch eine weitere attraktive Trophäe zu holen gibt…den Streckenrekord „non supported“. Dieser liegt bei 45h41min. Und Schwupps fällt das leckere Eis meinen Ambitionen zum Opfer 😉

Als es endlich abkühlt am Abend, bin ich ziemlich ausgepowert und heilfroh, dass es nur noch ca. 100km bis ins Ziel sind. Diese ziehen sich dann nochmal wie Kaugummi. Es kommen wieder einige Wellen und die Strecke schraubt sich langsam aber sicher auf das Höhenniveau von Garmisch. Da ich bisher noch keine Minute geschlafen habe, macht sich nach Anbruch der Nacht auch die Müdigkeit etwas bemerkbar. Aufgrund der Erschöpfung und der feuchten Luft wird es mir gegen Ende sogar noch richtig kalt und ich muss erstmals Beinlinge und mein langes Wintertrikot überziehen. Jetzt werden die Telefonate mit Freunden besonders wichtig. Ein Anruf jagt den nächsten und so gehen auch diese letzten Stunden vorüber. Kurz vor dem Ziel steht auch mein guter Freund Matthias an der Strecke und feuert mich an. Er ist spontan aus München nach Garmisch gefahren, um mich im Ziel zu empfangen und vom Ziel ins Hotel zu bringen. Als ich das Ortsschild von Garmisch passiere, kommt die Euphorie zurück und ich freue mich schon richtig aufs Ziel…aber der Ort ist lang und die Olympiaschanze liegt ganz am Ende… Doch auch die letzten Meter und Kurven gehen irgendwie vorbei und das Glück ist unbeschreiblich, als ich am Fuß der Olympiaschanze ins Stadion einfahre und mich Matthias und Dieter unter dem Zielbogen empfangen.

Es ist vollbracht!

Mein Garmin zeigt 1.116km und eine Zeit von 40:33min.

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Das ist deutlich schneller als ich mir jemals hätte vorstellen können und damit Platz 1 der „non supported“ Kategorie, neuer Streckenrekord in dieser Kategorie, ein respektabler 4. Gesamtrang bei den Solofahrern und die Race Across America Qualifikation. Die Endorphine geben alles und die Strapazen und Entbehrungen der Strecke sind für einen Moment vergessen 🙂 Ich genieße den Moment und freue mich, dass ich ihn mit Matthias und dem Organisationsteam teilen kann.

Danke!

Vielen Dank an dieser Stelle vor allem an meine Frau Sandra und meine Kinder, die bei Vorbereitung und Wettkampf oft zeitlich zurückstecken müssen. Ohne diese Unterstützung wäre an die Teilnahme bei einer solchen Veranstaltung überhaupt nicht zu denken. Dies ist auch einer der Gründe, warum eine RAAM-Teilnahme als Solostarter trotz erneuter erfolgreicher Qualifikation, in unserem aktuellen Lebensabschnitt mit kleinen Kindern, nicht in Frage kommt für mich.

Vielen Dank auch an die anderen Starter und ihre Teams für ihre Kameradschaft auf der Strecke und an Matthias für den Empfang im Ziel und die großartige Betreuung im Anschluss. Ein riesen Dank gilt auch meinen Freunden und Kollegen, die mich mit Anrufen, Facebook- und Whatsapp-Kommentaren zu jeder erdenklichen Uhrzeit bei Laune und motiviert gehalten haben. Und natürlich Dieter Göpfert und seinem Team, die dieses tolle Event möglich und mit viel Engagement und Herzblut auch zu etwas Besonderem machen.

Abschlussveranstaltung

Nach kurzem aber intensivem Schlaf im Hotel treibt mich der Hunger am Morgen zum Frühstücksbuffet. Dort treffe ich noch auf die zwei AbbVie Viererteams und ihre Betreuer, die zufällig im gleichen Hotel abgestiegen sind, und wir genießen das Frühstück gemeinsam.

Am Sonntagnachmittag findet dann die Siegerehrung am Fuß der Olympiaschanze statt. Ein schönes Ambiente und ein würdiger Abschluss für das RAG 2018. Jeder gratuliert jedem und alle sind Sieger über die Strecke.

Wie geht’s weiter

In der vergangenen Woche war körperlich erst einmal Regeneration angesagt – auch wenn ich ab Montag gleich wieder arbeiten musste. Mein Körper hat auf diesen Missbrauch wie gewohnt mit größeren Wassereinlagerungen vor allem in den Beinen reagiert, so dass die Waage bereits am Montagabend 7 Kilogramm mehr angezeigt hat, als vor dem Start. Die Wassereinlagerungen und das Ziehen in den Knien hat sich im Verlauf der Woche aber schon wieder normalisiert, wozu sicher auch die zwei 30-minütigen Recoveryfahrten auf der Rolle positiv beigetragen haben. Wie weit die Regeneration in zwei Wochen tatsächlich sein wird, wird sich nächstes Wochenende bei der Salzkammerguttrophy zeigen, wenn ich mit dem MTB die A-Distanz in Angriff nehme…nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Ride on.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Race Across Germany / 24h vor dem Start

Morgen ist der große Tag und ich starte zum zweiten Mal beim Race Across Germany (www.raceacrossgermany.de) – ein non-Stopp Ultracycling Race von Flensburg nach Garmisch über 1.100km und 7.500hm. Die Anspannung steigt und es wird Zeit, dass es morgen früh um 08:30Uhr für mich endlich auf die Strecke geht 🙂

Wenn ihr mich wieder live verfolgen möchtet, so könnt ihr dies hier tun. Ich bin der Punkt mit der Nummer 15:

http://live.tractalis.com/2018/rag2/

Aber Achtung: das sogenannte Dot-Watching kann süchtig machen 😉

Da ich aus privaten Gründen sehr kurzfristig vom Race Across the Alps aufs Race Across Germany umdisponieren musste, habe ich dieses Jahr die „Non-Supported“ Variante gewählt. D.h. ich bin auf der Strecke komplett auf mich alleine gestellt – kein Begleitfahrzeug und kein Support durch ein Begleitteam. Somit muss alles was ich mir unterwegs nicht kaufen kann, oder aus Zeitgründen nicht möchte, selbst auf dem Rad transportiert werden. D.h. Beleuchtung, Powerbanks (für Navigation und Handy), Kleidung (für die unterschiedlichen Temperaturen während des Events), Werkzeug, Ersatzteile und Verpflegung drücken ganz schön aufs Gewicht. So wird mein Fahrrad mit 2 gefüllten Trinkflaschen ca. 18kg auf die Waage bringen, wenn ich von der Startrampe rolle.

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Heavy Load

Zeit verliert man als Non-Supported Fahrer neben dem zusätzlichen Gewicht aber auch durch regelmäßige Stopps, bei denen man an der Strecke irgendwo (Tankstellen, Bäckereien, Brunnen, Friedhöfe, …) den Wassernachschub und sicher auch noch den ein oder anderen Snack sicherstellen muss. Vor allem in den Nachtstunden manchmal eine echte Herausforderung. In der Satteltasche sind zwar ~7.500kCal Energie in Form von Getränkepulver und Gels versteckt, das deckt aber bei weitem nicht den Energiebedarf der kompletten Strecke.

Insofern bin ich gespannt wie schnell ich unterwegs sein kann. Ein Traum wäre, wenn ich es analog letztem Jahr, wieder unter 48 Stunden schaffen würde. Eine Gewissen Hoffnung dazu besteht, da die Wetterverhältnisse deutlich besser werden sollen als letztes Jahr.

Im vergangenen Jahr haben mich die Gespräche mit meinem Team im Begleitfahrzeug über Headset am Helm und die regelmäßigen Kommentare meiner Freunde auf Facebook sehr motiviert und mir auch geholfen, die vielen Stunden auf dem Rad mental gut zu bewältigen. Deshalb habe ich mich trotz Zusatzgewicht dazu entschlossen eine zusätzliche Powerbank fürs Handy und das Headset wieder mitzunehmen. Würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere Lust hat mich zwischendurch anzurufen und mir am Telefon etwas die Zeit zu vertreiben. Da über die lange Distanz keine hohe Intensität gefahren wird, ist das problemlos möglich. Falls es gerade nicht passt, so nehme ich einfach nicht ab bzw. rufe zurück. Evtl. kann ich auch das ein oder andere kurze Update auf Facebook bringen.

Jetzt sitze ich erstmal im Zug nach Flensburg, schreibe diese Zeilen, und werde gleich auch noch einen „leckeren“ Rote Beete Saft zur Vorbereitung „genießen“ 🙂

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Nitrat bunkern vor dem Start

Heute Abend um 18:00Uhr startet dann der offizielle Teil in Flensburg mit einem Briefing für die Fahrer, und ich freue mich schon sehr auf neue Bekanntschaften bzw. altbekannte Gesichter aus der Szene.

Ziel Rekalibrierung / Black Forest Ultra Bike Marathon Spontanstart

Eigentlich wollte ich kommenden Freitag gemeinsam mit Begleitcrew das Race Across the Alps in Angriff nehmen. In der engen Familie haben wir aber einen Trauerfall zu beklagen 😦 Deshalb wird aus dem RATA-Start kurzfristig nichts, da Beerdigung und RATA zeitgleich stattfinden und das RATA da natürlich hintenansteht.

Deshalb habe ich nach Alternativen Ausschau gehalten, um die aufgebaute RATA-Form anderweitig auf die Straße zu bringen. Und siehe da, das Race Across Germany (RAG) von Flensburg nach Garmisch findet eine Woche später statt. So wird aus dem RATA-Rookie eben ein RAG-Wiederholungstäter. Wobei ich das RAG dieses Jahr ohne Begleitfahrzeug „non-supported“ in Angriff nehmen werde.

Und statt mich heute (Sonntag) für den Start beim RATA zu schonen, habe ich gestern spontan noch für den Black Forest Ultra Bike Marathon gemeldet und zur Abwechslung vom Rennrad mal wieder mein Centurion Backfire Carbon aus dem Stall geholt.

Durch die spontane Entscheidung konnte ich erst am Renntag anreisen und so klingelte mich der Wecker morgens um 4Uhr aus den Federn. Nach kurzer Katzenwäsche ging es direkt mit dem Auto nach Kirchzarten (Südschwarzwald) zum Start.

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Lecker Frühstück für die Autofahrt

Auf der Fahrt zwischen halb fünf und fünf habe ich noch schnell die obligatorischen Expresskalorien zugeführt, damit der Tank zum Start um 07:45Uhr nicht völlig leer ist. Das Warm-up auf dem Rad vor Ort wurde dann auch eher zu einem zweiten Wake-up, da der Kreislauf noch etwas widerwillig auf Sport zu solch unchristlicher Zeit reagiert hat.

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Startaufstellung – top Wetterbedingungen – nicht zu warm und nicht zu kalt

Im Ziel war ich dann positiv von meiner Platzierung überrascht (5. Platz Altersklasse von 266 Finishern und gesamt 20. von 1.212). Überrascht vor allem deshalb, da ich aufgrund der späten Anmeldung aus dem dritten Startblock starten musste, und während des gesamten Rennens nicht wusste an welcher Position ich liege. Von hinten musste man sich dann durch das Feld der Lizenzdamen (die zeitgleich auf dem Kurs die Deutsche Marathon Meisterschaft bestritten) und die vorderen Hobbyblöcke „arbeiten“, die jeweils mit ein paar Minuten Vorsprung auf die Strecke sind. Gut für die Moral, da man ständig überholt. Aber schlecht für die Performance, da man nicht in einer schnellen Gruppe Windschatten fahren kann und die Überholvorgänge vor allem auf engen Trails sehr viel Kraft kosten. Cooles Gefühl, wenn man im Ziel dann trotzdem ein paar Sekunden schneller als die neue Deutsche Meisterin unterwegs war – ich weiß… typisch Machomänner 😉 Bei einem Start im ersten Block hätte es vielleicht sogar aufs Treppchen in der Altersklasse gereicht…, hätte, hätte, Fahrradkette, …

Der Black Forest Ultrabike ist wirklich ein super Event. Die Strecke ist zwar vom technischen Anspruch nichts Besonderes, aber die motivierten Zuschauer, die einen an der Strecke ständig anfeuern, das schöne Veranstaltungsgelände, die gute Zielverpflegung und die top Organisation vor Ort, gleichen das mehr als aus.

Und der Start am frühen Morgen hatte zumindest den Vorteil, dass ich pünktlich zum Anpfiff des Deutschland-Spiels wieder bei meinen Jungs zu Hause war 🙂

Die nächste (sicher auch wieder ausführlichere Story) gibt es dann bald vom Race Across Germany.

Die Race Season ist eröffnet – Schönbuch-Trophy 2018

Heute stand mit der Schönbuch Trophy in Herrenberg mein erstes MTB-Rennen der Saison 2018 im Kalender. Nach einem „leckeren“ Frühstück bin ich gut gelaunt aufgebrochen, um meine Centurion Rennfeile (Backfire Carbon Team) ihrer wahren Bestimmung zuzuführen. Mit top Serienausstattung und gepimpt mit ein paar Tune-Teilen ist es sicher das schnellste Mountainbike, auf das ich je eingetreten habe.

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Power Porridge und Rote Bete Turbo Aperitif

Da ich dieses Jahr im Sommer einige längere Distanzen ins Auge gefasst habe, habe ich die Gelegenheit genutzt, ein paar Rennkilometer mehr zu sammeln. Und da in Herrenberg die Kurzdistanz (24km) und Langdistanz (48km) zeitlich so starten, dass man bei zügiger Fahrweise bei beiden Rennen nacheinander an den Start gehen kann, hatte ich mich schon im Vorfeld für beide Varianten angemeldet.

Als wir ankamen war die Straße leider nass und es regnete noch leicht. Bis zum Start der 24km-Runde hatte das Wetter aber ein Einsehen, der Regen war Geschichte und die Straße nur  noch leicht feucht. Die Wege im Wald hatten den Regen größtenteils rückstandsfrei aufgesogen und die Strecke mit hohem Trailanteil war in top Zustand.

Der erste Akt – 24km Kurzdistanz – Platz 3 Overall

Vor mir im Lizenzblock stand eine ganze Horde Junioren und Jugendfahrer, die mit Ertönen des Startschusses alles mobilisierten, was die jungen Beine hergaben. Und mich beschlich unwillkürlich das flaue Gefühl, dass das Wintertraining wohl doch nicht die gewünschte Wirkung hatte, als die junge Meute den ersten Berg ungebremst im Sprintmodus attackierte. Aber nach den ersten 2 Kilometern war alles wieder im Lot und die Jugend musste ihrem ungestümen Enthusiasmus Tribut zollen und sich einer nach dem anderen wieder hinter den vorderen Herren und Mastersfahrern einsortieren 😉

Das Tempo war aber weiter hoch und 3 schnelle Herren hatten sich im Getümmel der Juniorenmeute etwas von mir abgesetzt. Also Zähne zusammenbeißen und mit der nächsten Gruppen versuchen wieder Boden gut zu machen. Doch die Führenden hatten im Winter wohl auch trainiert… so dauerte es fast die komplette erste Hälfte des Rennens, bis ich mich von meiner aktuellen Gruppe absetzen und zum aktuell Drittplatzierten aufschließen konnte. Der hatte in der Zwischenzeit aber auch schon eine Lücke zum Führungsduo reißen lassen. Mit abwechselnder Führungsarbeit und gegenseitiger Windschattenspende konnten wir zwar die nächste Verfolgergruppe immer schön auf Abstand halten, aber leider auch nicht mehr zum vor uns fahrenden Duo aufschließen. Auf den letzten 3 Kilometern kündigten wir unser Zusammenarbeitsbündnis dann auf und eröffneten den Kampf um Platz 3. Keiner wollte wirklich nachgeben, aber auf dem letzten Kilometer konnte ich dann doch eine kleine Lücke reißen, die ich mit letzter Anstrengung auch ins Ziel retten konnte. Meine Freude im Ziel über den Podiumsplatz in der Gesamtwertung war natürlich groß 🙂

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Das spezielle bei der Schönbuchtrophy ist, dass die ersten drei der Gesamtwertung aus den Altersklassenwertungen heraus genommen werden. Sonst hätte ich mit meiner Zeit auch noch den Altersklassensieg in der Masters Wertung mit nach Hause nehmen können.

Doch wie sagt man so schön… nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Und so ging es schnurstracks wieder zurück zum Auto, um das Trikot und die Flaschen wieder mit neuer Verpflegung für den zweiten Akt zu füllen. Die Siegerehrung musste dadurch für mich auch ausfallen, da diese zeitgleich zur Austragung der Langdistanz stattfand.

Der zweite Akt – 48km Langdistanz – du sollst dich nicht überfressen

Nach dem guten Verlauf des ersten Aktes war meine Motivation ungebrochen und ich wollte auch bei der Langdistanz nochmal richtig Gas geben. Also schnell die Startnummer gewechselt und das Rad wieder fit gemacht für die nächste Runde. Um wieder mit vollen Speichern am Start zu stehen, wurde im Auto also in aller Eile ein Recovery Shake, zwei Gels und eine Flasche Iso in den Rachen gekippt. Das war wohl etwas zu viel des Guten für meinen Magen. Bereits am Start einen halbe Stunde später hatte ich einen hübschen Wasser-/Blähbauch vorzuweisen. Allerdings ohne Beschwerden, so dass ich mir eingeredet habe, dass das ganze Zeug im Rennen schon noch den Weg in die Blutbahn finden würde. Der Startschuss ließ nicht lange auf sich warten und die Rangelei um die vorderen Plätze begann von neuem. Doch bevor es in die erste Kurve ging, lag schon ein größeres Knäuel verkeilter Biker mitten auf der Straße. Im Eifer des Gefechts hatten sich wohl einige Verhakt. Mein Glück, dass ich in meiner Position kurz dahinter noch rechtzeitig abbremsen und ausweichen konnte. Im ersten längeren Anstieg wurde wieder das Feld sortiert. Bereits eine Runde in den Beinen lief es nicht mehr ganz so spritzig, ich konnte aber trotzdem in eine der vorderen Gruppen fahren und mich dort festbeißen. Doch je länger wir unterwegs waren, umso deutlicher meldete sich mein Magen…und um es noch schlimmer zu machen verschob sich das Problem zusehends eine Etage tiefer in den Darm… Die Details erspare ich euch – bei ca. Kilometer 20 hatte der Spaß auf jeden Fall endgültig ein Loch und ich musste äußerst kurzfristig einen unplanmäßigen Notstopp hinter ein paar Bäumen einlegen.

Danach war die Motivation gelinde gesagt leicht angeschlagen. Die schnellen Gruppen waren weg und ich war allein auf weiter Flur. Dafür ging es mir körperlich wieder deutlich besser und nach ein paar Metern konnte ich mich doch wieder motivieren den Zug auf die Kette zu erhöhen und zu einer größeren Gruppe vorzufahren. Diese Gruppe blieb dann auch fast die ganze zweite Runde zusammen. Erst am letzten extrem steilen Stich setzten sich 4 Fahrer – einschließlich mir – vom Rest der Gruppe ab und zogen gemeinsam vollends durch bis ins Ziel. Somit konnte ich mir noch den 12. Platz in meiner Altersklasse sichern. Das war zwar doch etwas unter meinen ursprünglichen Erwartungen, aber nach dem Verlauf der ersten Runde trotzdem zufriedenstellend. Zumindest habe ich wieder einiges über Sporternährung gelernt – falls ich mal wieder auf die glorreiche Idee kommen sollte zwei Rennen direkt hintereinander zu fahren 🙂

Zu Hause angekommen habe ich dann schnell die Glut angeheizt und es gab den Lohn der Arbeit…

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Die Eiweißspeicher wieder auffüllen…

 

Strava 24km:

https://www.strava.com/activities/1536742320/embed/503972d5d9b7ea04cb4b3bd634d29acc39a5f4cb

Strava 48km:

https://www.strava.com/activities/1536742710/embed/58675774e7544888bdd513c677b1a825810a106b

MTB Himalaya 2017 – Etappe 7/8 und Finish :-)

Geschafft!! Marcus, mein Vater und ich sind wohlbehalten im Ziel in Dharamshala angekommen und haben es uns nach einer Woche im Zelt die letzte Nacht im Hotel so richtig gut gehen lassen.

Die Quintessenz: geniale Landschaften, top Trails, super Camps, viele neue Freundschaften aus aller Welt und ein hochmotiviertes Organisationsteam haben die Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis verschmelzen lassen, das ich jedem fitten Mountainbiker nur wärmstens empfehlen kann.

Bevor wir es aber im Ziel bei der Finisherparty krachen lassen konnten, mussten noch Etappe 7 und 8 überwunden werden.

Etappe 7

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Auf der siebten Etappe führten 89km und über 2.100hm über verblockte Trails und einige Tragepassagen vorbei an einigen der schönsten Aussichten des gesamten Rennens.

Unter anderem sind wir am Startplatz eines weltweit bekannten Paragliding Hotspots vorbeigekommen, von dem aus auch schon Gleitschirm Worldcups gestartet sind.

Bei Marcus und mir lief es jeweils gut und wir konnten die Etappe so richtig genießen.

Das Camp war wieder wunderschön auf dem Sportgelände eines Landwirtschaft-Colleges am Fuße einiger Himalayariesen gelegen.

 

Etappe 8

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Die letzte Etappe war mit nur 56km zwar nicht besonders lang. Da die 1.740hm aber trotzdem untergebracht werden mussten ging es eigentlich nie eben, sondern entweder steil bergauf oder bergab. Vor allem der letzte Anstieg hat auf losem Geröll nochmals richtig Körner gekostet, so dass das Überqueren der letzten Ziellinie nochmals hart erkämpft werden musste. Erst einmal im Ziel angekommen sind natürlich alle Strapazen vergessen und man sonnt sich im Erreichten und einer monströsen Endorphindusche.

 

Nachdem wir uns letzte Nacht im Hotelbett so richtig erholt haben, geht es heute zu einer langen Autofahrt nach Manali von wo mein Vater und ich dann zu einem dreitägigen Treck durch die höheren Regionen des Himalaya aufbrechen werden. Nach all dem Trubel des Rennens freuen wir uns schon auf ein paar ruhigere Tage. Amina (Marcus Freundin) ist gestern auch angereist und die beiden werden auch noch ein paar Tage in den Bergen und Delhi anhängen.

MTB Himalaya 2017 – Etappe 5/6

Etappe 5

Nach der Pannenserie bei Etappe 4 und dem anschließenden Reparaturmarathon war ich zuversichtlich, dass am Rad alles wieder in Ordnung ist und bin voller Elan in die fünfte Etappe gestartet, die über ultraheiße ~90km und ~2.200hm führte und wieder viele fahrtechnische Leckerbissen zu bieten hatte.

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Doch bereits am ersten Berg auf einem sehr groben Erdweg fing die Kette an zwischen den Gängen zu springen und ich konnte während der Fahrt nicht lokalisieren, woher das Problem kommt. Außerdem war der Kettenlauf ungewöhnlich laut. Egal…full speed ahead und ab in die erste schnelle Abfahrt des Tages, die relativ schnell von einem groben Schotterweg in einen Endurotrail überging.

Eine kurze Unachtsamkeit und es war passiert… mein Hinterreifen war auf einer scharfkantigen Steinplatte durchgeschlagen und der Druck im Reifen war dahin. Einige Pumpversuche später wurde mir klar, dass die Dichtmilch im Tubelessreifen den Defekt am Felgenhorn nicht würde abdichten können und ich musste einen Schlauch einziehen. Bei der Montage des Hinterrades im Rahmen zeigte sich das Schaltwerk weiter widerspenstig, aber es war für mich immer noch nicht erkennbar, was das eigentliche Problem war. So zog sich die Reparatur deutlich länger hin als gewöhnlich und mit etlichen Minuten Rückstand habe ich meinen ganzen Frust in die Aufholjagd kanalisiert, bei der ich mich aus dem hinteren Drittel des Feldes wieder in die vorderen Ränge vorarbeiten musste.

Auf einem ruhigeren Teilstück habe ich dann endlich realisiert, dass die Geräusche und das schlechte Schaltverhalten daher rühren, dass die Kette nicht auf dem unteren Schaltröllchen lief, sondern zwischen Schaltwerkskäfig und Schaltrolle. Das Problem ließ sich bei einem kurzen Stopp und mit wenigen Handgriffen beheben. Nur leider nicht dauerhaft. Nach jeder rumpligen Passage (und davon gab es in der Etappe sehr viele) musste wieder Hand angelegt werden. Umso glücklicher war ich, als ich auf dem letzten langen Anstieg des Tages alle direkten Konkurrenten um meinen achten Gesamtrang wieder einholen konnte und schlussendlich auch die Etappe auf Platz 8 beenden konnte. Bei Marcus lief es zum Glück ohne technische Probleme und er konnte mit einem super dritten Platz in der Masterswertung aufs Podium fahren.

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Hans Planckaert (Belgien – Masters Gesamtrang 1), Frederic Ischard (Frankreich – Herren Gesamtrang 9)

Das Camp war an diesem Tag auf dem Kricketfeld der Indischen IIT Eliteuniversität sehr schön gelegen und wir hatten nach einigen Tagen das erste Mal wieder „normale“ Toiletten und Duschen und die Siegerehrung fand in einem Vorlesungssaal statt 🙂

Im Ziel angekommen wurde dann das Schaltwerk einer genaueren Untersuchung unterzogen und festgestellt, dass bei der Aktion vom Vortag wohl doch mehr passiert war und eine Seite des Schaltwerkskäfigs komplett durchgebrochen war.

Zum Glück ist Marco von www.radlrasti.de wieder eingesprungen und hat mir ein gebrauchtes X9 Schaltwerk montiert. Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich den defekten Mantel getauscht und wieder auf tubeless zurück gebaut, so dass technisch wirklich wieder alles im Lot war.

Etappe 6

Über Etappe 6 gibt es nicht viel zu sagen. Nach der extrem anstrengenden Etappe vom Vortag war es eine Wohltat, dass die 56km und ~1.500hm zu großen Teilen auf relativ gutem Asphalt zu absolvieren waren, so dass ich mit einem guten 20er Schnitt auch relativ früh im Ziel war. Landschaftlich war es mit super Ausblicken ein echtes Highlight. Das Rad lief zur Abwechslung wie eine eins uns hat mich zuverlässig und wie gewohnt auf Platz 8 im Ziel abgeliefert. Auch Marcus konnte an seine gute Leistung vom Vortag anknüpfen und bei den Masters auf Platz 4 finishen.

Das Camp ist heute wieder wunderschön an einem Fluss mit Fischzuchtbecken gelegen, so dass wir uns bereits auf frischen Fisch beim Abendessen freuen 🙂 Martin und ich haben nach der Erstversorgung im Ziel (Essen, Wäsche waschen, Fahrrad reinigen/warten, Duschen, Massieren lassen), auch noch einen Spaziergang unternommen und die Gegend erkundet. Martin war heute auch sehr früh im Ziel, da die Besuche der Schulen an der Strecke aufgrund eines lokalen Feiertages ausgefallen sind.

Der Veranstalter gibt wirklich immer alles, damit es einem in den Camps an nichts fehlt. Auf dem Bild kann man zum Beispiel im Hintergrund die kleinen grünen Toilettenzelte, das gelbe Waschzelt und im Vordergrund die Dampfstrahler zur Reinigung der Fahrräder sehen:

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Heute Abend werden wir auf jeden Fall früh ins Bett gehen, da morgen mit über 90km wieder eine sehr lange und anstrengende Etappe auf dem Programm steht bei der wir natürlich wieder alles geben 🙂 Und bei Martin stehen im Rahmen von „Mission Smile“ wieder einige Schulbesuche an.